Kinderzeltlager Bornemannshausen

Der zwanzig Kinder weiße Zähnepracht reckt der Sonn‘ entgegen, die vom Himmel lacht. Das jedenfalls konnte man am vergangenen Wochenende beim Kinderzeltlager in Bornemannshausen beobachten. Mit einem breit gestreuten Spektrum von 20 Kindern aller Altersstufen von 5 bis 12 war das Zeltlager so gut gefüllt wie noch nie. Die Älteren, welche beim ersten Zeltlager 2012 (als Neuauflage des Originals der endenden 1990er Jahre) bereits dabei waren, erhielten so die Möglichkeit, das Zeltlager in jüngere Hände zu übergeben.

Neben dem für ein Zeltlager zwangsläufig typischen Aufenthalt an der frischen Luft gab es gemeinsames Spiel und Basteln. Lumen Bänder (manch einer würde salopp „Gummibänder“ sagen) standen dieses Jahr besonders hoch im Kurs, die längste Kette maß mehr als ein Dutzend Meter; die Höchstanzahl erstellter Kettchen beläuft sich auf 19 Stück – fast hätte Bornemannshausen einen Handwerksbetrieb eröffnen können. Die unangenehme Seite des Aufenthalts draußen, nämlich die der nach Blut lechzenden Mücken und Gnitten, wurde durch ein bei nächtlicher Wanderung zu beobachtendes Schauspiel wieder wett gemacht: im Zwielicht der herannahenden Nacht tänzelten grüne Fünkchen durch die Luft. Glühwürmchen hielten Einzug im Unterholz und eröffneten dem staunenden Kinde ein freudiges Bewundern der vielseitigen Natur, Geschichten von Feen und Irrlichtern in seiner Fantasie hervorrufend.

Frühstücken bei bereits angenehmen warmen Temperaturen im Freien ließen das Brötchen umso besser schmecken, ehe der Startschuss zur Schnitzeljagd abgegeben wurde. Rote Bänder säumten den Weg, welcher zum Begehrten führte, Rätsel wie um die Giftigkeit verschiedener Pilzsorten galt es zu lösen. Vorbei am alten Kaierder Sportplatz (der seinem Namen „Wildschweinstadion“ mehr als nur gerecht wird), schlängelte sich der Trupp am Plattenbergweg vorbei und zu seinem Ziel der Grillhütte am Taubensütter. Die kleinen Naschkatzen brauchten hier nur ihrem für Schokolade und Süßkram überempfindlichen Instinkt folgen, der sie zum Schatz führte. Die beim Frühstück geschmierten Brötchen und das im Rucksack verstaute Wasser gaben Kraft für den Rückweg. Zur Belohnung der gemeisterten Bergetappe, welche durch eine gnadenlos vom Himmel scheinende Sonne besonders erschwert wurde, winkte bei einem Eis die richtige Erfrischung, ehe man sich den Gesellschaftsspielen im kühlen Schatten zuwandte.

Die für diese Jahreszeit des Deutschen liebste Essenszubereitung, die des Grillens, durfte auch hier nicht fehlen, verwunderte sich der Grillmeister jedoch über die lieber nach Mais statt nach Bratwurst gierende Meute. Dass in den Kindern organisatorisches und anderes Talent schlummert, stellten sie unter Beweis, indem nicht nur eine Talentshow veranstaltet wurde, sondern auch die dazugehörige Party in die Planung ging. Und obgleich diese dann wegen erhöhter Müdigkeit und somit schrumpfender Teilnehmerzahl abgesagt wurde, schien es doch, dass am nächsten Morgen der ein oder andere nicht ganz so gut aus den Federn kam…

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